Die schweizer Kantone Bern und Freiburg haben die wegen des Ausbruchs der Kaninchenkrankheit Myxomatose errichtete Sperrzone aufgehoben. Die Krankheit war im Oktober im bernischen Müntschemir ausgebrochen. Kantonsarzt Christian Huggler entschied damals, sollten innerhalb von vier Wochen keine weiteren Fälle auftreten, werde die Sperrzone wieder aufgehoben. Innerhalb der Zone mussten Kaninchen in den Ställen bleiben. Auch der Handel und Transport mit den Tieren wurde untersagt. Damit sollte die Ausbreitung der Krankheit verhindert werden.
Myxomatose ist eine Viruserkrankung, die Haus- und Wildkaninchen, selten auch Feldhasen befallen kann. Die auffälligsten Krankheitssymptome sind eine Schwellung des Kopfes und Augenentzündungen. Die Krankheit verläuft tödlich. Der Erreger stammt ursprünglich aus Südamerika, ist mittlerweile aber in ganz Mitteleuropa verbreitet. Nach Australien wurde das Myxomatosevirus absichtlich eingeführt, um die dortige Kaninchenpopulation zu kontrollieren.


