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Vorsorge ist natürlich auch bei Kaninchen sehr wichtig. Dazu gehört zu allererst ein sauberer Käfig und auch Auslauf, der regelmäßig gereinigt wird und in dem auch Frischfutter spätestens nach 6-8 Stunden entfernt wird.  Ein großer Feind der Kaninchen ist die Fliege, die ihre Eier in offene Stellen in der Haut liegt. Besonders gefährdet sind hier Kaninchen mit offenen Wunden oder Durchfall. Aus den Eiern entwickeln sich Maden, die das Kaninchen, wenn sie nicht rechtzeitig entfernt werden, regelrecht zerfressen. Wer also ein gefährdetes Kaninchen hat und wo es viele Fliegen gibt, da ist ein Insektennetz über dem Käfig und eine tägliche Kontrolle des Tieres sinnvoll.

Kontrolle ist aber auch bei anderen Tieren sinnvoll. Nach Möglichkeit sollte man regelmäßig schauen, dass das Tier keine Verletzungen oder Bisswunden hat. Diese gehören schnell von einem Tierarzt behandelt, damit sich kein Abszess bildet. Da Kaninchen sehr abszessanfällig sind ist es auch sinnvoll, besonders gefährdete Stellen wie das Kinn regelmäßig abzutasten. Sinnvoll ist es auch im Abstand von etwa zwei Wochen die Zähne des Kaninchens zu kontrollieren. Zwar kann man nur die vorderen sehen, aber auch hier kann man schweren Fehlstellungen und Problemen vorbeugen, indem man zu lange Zähne rechtzeitig beim Tierarzt kürzen lässt. Bei einem gesunden Kaninchen nutzen sich die Zähne bei guter Ernährung ab, aber es gibt sehr viele mit Fehlstellungen, die regelmäßig gekürzt werden müssen.  Das gleiche gilt für die Krallen. Auch diese müssen bei vielen Hauskaninchen regelmäßig gekürzt werden. Beides wird im Kapitel Krankheiten ausführlicher behandelt. Sinnvoll ist es auch, soweit möglich, einen Blick in die Ohren zu werfen, soweit man dort eben hineinsehen kann.

Wer mit einem kranken Kaninchen zum Tierarzt geht, dem fällt vielleicht auf, dass nicht alle Tierärzte die Temperatur des Tieres messen. Das hat nicht den Grund, dass Fieber beim Kaninchen nicht vorkommt, sondern vielmehr, dass sich beim Kaninchen schwer sagen lässt ab wann es Fieber hat. Denn die Körpertemperatur des Kaninchens ist sehr individuell und kann zwischen 38°C und 40° C liegen. Für manche Kaninchen ist also 40° C eine ganz normale Körpertemperatur, für andere schon ein beachtliches Fieber. Die Temperatur also erst im Krankheitsfall zu messen ist oft ohne Aussage. Dem kann ein Halter vorbeugen, in dem er die Normaltemperatur seines Tieres kennt. Es ist also sinnvoll, dem gesunden Tier einmal anal mit einem Digitalthermometer vorsichtig die Temperatur zu messen und diese zu notieren. Dann kann man im Krankheitsfall auch feststellen, ob das Tier Fieber hat.

Ähnliches gilt für das Körpergewicht. Es ist sinnvoll, das einigermaßen regelmäßig (also alle 1-2 Monate) auf einer genauen Küchenwaage zu kontrollieren, damit man auf Veränderungen rechtzeitig reagieren kann. Darüber hinaus ist es durchaus sinnvoll, das Kaninchen alle 6-12 Monate (bei einer Impfung  geschieht das ja sowieso) vom Tierarzt durchchecken zu lassen. Der hört noch das Herz ab, kontrolliert die hinteren Zähne und die Ohren.

Nützliche Links:

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