Aktuelles | Suche | Impressum |
Startseite
Allgemeines
Bilder/Videos
Anschaffung
Haltung
Ernährung
Verhalten
Gesundheit
Vorsorge
Hausapotheke
Impfungen
Kastration
Naturheilkunde
Lebenserwartung
Krankheiten
Tierarztliste
Literatur
Links
Forum
Chat

Wie auch beim Menschen, ist auch beim Kaninchen das Thema Impfen heiß umstritten. Kaninchen, die auch ins Freie kommen (gilt auch für Balkon), Kaninchen die in ländlicher Umgebung leben und solche die bei Kaninhop etc. mit rudelfremden Kaninchen in Kontakt kommen, müssen unbedingt geimpft werden. Bei Kaninchen bei reiner Wohnungshaltung mitten in der Stadt raten einige Veterinäre und Tierkliniken ab, weil natürlich jede Impfung auch ein kleines Risiko birgt. Aber es gibt eben genug Fälle in denen es dringend angeraten ist. Am besten ist es, einen kaninchenerfahrenen Tierarzt am Wohnort anzurufen und zu fragen, inwieweit er einen Impfschutz für das Kaninchen empfiehlt. Grundsätzlich gibt es drei große Kaninchenkrankheiten und auch Impfungen:

Diese Krankheit hat auch den Namen Chinaseuche, da der Virus ursprünglich aus Asien kommt. Sie ist sehr ansteckend und endet tödlich. Ein Tier, das daran erkrankt wird apathisch, bekommt Atemnot und Fieber, zeigt Blutungen aus den Nasenöffnungen und erstickt letztendlich qualvoll. Der Calicivirus verbreitet sich von Tier zu Tier über Speichel, Kot, Urin oder blutsaugende Insekten. Die Krankheit ist unheilbar. Kaninchen können ab der etwa achten Lebenswoche geimpft werden. Nach einer Grundimmunisierung durch zwei Impfungen, reicht eine jährliche Auffrischung des Impfschutzes. RHD ist nicht auf den Menschen übertragbar.

Die Kaninchenpest oder Myxomatose kommt aus Südamerika. Viele Wildkaninchen sind erkrankt, auch hier in Deutschland – deshalb ist äußerste Vorsicht geboten, wenn man in Parks ein Tier findet, das die folgenden Symptome aufweist: geschwollene Augenlider bis zum Schluss des Auges, Schwellungen an Kopf und Genitalien. Dieses Pockenvirus wird vor allem durch blutsaugende Insekten übertragen. Ohne Impfschutz liegt die Heilungsrate bei nur knapp 20%. Zur Grundimmunisierung sind zwei Impfungen erfolgen, danach reicht halbjährlich eine Auffrischung. Die Myxomatose ist nicht auf den Menschen übertragbar.

Eine noch nicht gänzlich erforschte Krankheit, gegen die es erst seit Kurzem einen Impfstoff gibt. Die Krankheit hat die gleichen Kennzeichen wie eine normale Erkältung, also Schnupfen, Niesen, Nasenausfluss, schwere Atmung, Bronchitis, Lungen- und Ohrenentzündung. Sie ist schwer von einer normalen Erkältung zu unterscheiden und tritt besonders bei schlechter Haltung auf. Als bakterielle Erreger gelten Pasteurella multocida, Bordetella bronchisepica und Staphylococus. Ob ein Virus dahintersteckt ist noch umstritten. Die Ansteckung erfolgt besonders in schlechten Haltungen durch andere Kaninchen oder Haustiere. Eine Behandlung mit Antibiotika ist möglich, bringt aber oft nur Linderung. Wie bei den anderen Impfungen wird zur Grundimmunisierung zweimal geimpft und dann eine jährliche Auffrischung empfohlen. Diese Impfung sollte aber nicht gleichzeitig mit der Myxomatose oder RHD Impfung erfolgen. Der Kaninchenschnupfen ist nicht auf den Menschen übertragbar.

Nützliche Links

Bei Amazon bekommst du Bücher über Zwergkaninchen versandkostenfrei. Es gibt auch die Möglichkeit, Bücher preiswert gebraucht zu erstehen.

 © 2000 - 2011 Karsten Schmid