Folgende Grundausstattung sollte sowohl bei Innen- als auch bei Außenhaltung vorhanden sein:
- Ein Gehege für das Tier ist die Basis für die Zwergkaninchen. Käfige sind nicht artgerecht, zumindest nicht, wenn das Tier dort einen Teil oder den ganzen Tag darin verbringen muss. Als Basis für ein größeres Gehege ist ein Käfig ok. Beim Auslauf bzw. der Gehegegröße gilt: mindestens 2m² pro Tier.
- Ein Futternapf für Trockenfutter und optional ein Napf für Grünfutter (nicht unbedingt notwendig, wenn das alte Grünfutter regelmäßig aus dem Stall entfernt wird). Dies können Näpfe aus Ton oder Plastik sein. Plastiknäpfe werden von Zwergkaninchen allerdings gerne angenagt.
- Ein bis zwei Trinkflaschen oder Trinknäpfe. Hier ist darauf zu achten, dass die Tiere auch daraus trinken können, denn nicht jedes Tier kommt mit jedem Trinksystem zurecht. Näpfe sind generell besser, da die Tiere dann beim trinken eine natürliche Körperhaltung haben.
- Einstreu. Kleintierstreu aus der Zoohandlung ist hier am besten geeignet. Vorsicht bei Sägespäne aus einer Schreierei. Die ist zwar preiswert zu beschaffen, kann die Zwergkaninchenläufe aber verletzen. Es ist auch gut unter das Einstreu etwas Zeitung zu legen, damit sich dadurch ein Teil des Urins aufsaugt, dann wird das Einstreu nicht so schnell unbrauchbar. Von Vitakraft gibt es mittlerweile viele Naturstreus mit Namen wie "Kräuterwiese" oder "Waldboden". Die duften zwar schön nach Natur, wir haben aber die Erfahrung gemacht, dass sich die Halter daran mehr erfreuen, als die Zwergkaninchen selber. Unsere Zwerge jedenfalls haben dem Boden keine Beachtung geschenkt. Für empfindliche Kaninchen, die zu Schnupfen, wunden Pfoten oder Allergien neigen ist das im Versand erhältliche Hanfstreu empfehlenswert.
- Eine Heuraufe für das Heu. Sie ist nicht unbedingt notwendig, weil das Heu auch direkt in den Stall gegeben werden kann, wegen der Sauberkeit aber nicht schlecht, da die Tiere so nicht darauf rumlaufen. Eine Heuraufe wird in der Regel an der Käfigwand befestigt. Bei einer Drahtbefestigung bitte darauf achten, dass sich die Tiere nicht daran verlezten können.
- Ein Salzleckstein oder Mineralstein sollte vorhanden sein. Es kann sein, dass das Zwergkaninchen ein halbes Jahr nicht einmal daran leckt, dann aber mehrere Tage hintereinander. Das richtet sich nach dem Mineralhaushalt des Tieres. Auch hier auf sichere Anbringung des Steins achten. Wenn das Tier den Stein schnell verbraucht oder sogar abknabbert sollte der Stein rausgenommen werden. Zu viel davon kann ungesund sein.
- Ein Häuschen als Unterschlupf. Am besten sind Häuschen aus Holz, die entweder in der Zoohandlung gekauft, oder auch selber gebaut werden können. Alternativ geht auch ein überdachter Unterschlupf, zum Beispiel ein Brett, das von vorne nach hinten durch die Käfiggitter durchgesteckt wird.
- Ein Eckklo kann auch im Käfig untergebracht werden. Das setzt aber eine gewisse Größe des Käfigs voraus. Wir haben mit Eckklos gute Erfahrung gemacht. Die Kaninchen machen vorwiegend dort hinein, so das wir öfter die Eckklos leeren und den Käfig nicht so oft saubermachen müssen. Da diese Eckklos aber nicht so gut zu befestigen sind können die von den Käfiginsassen schonmal an einen anderen Platz gestellt werden.
Bitte auf eine regelmäßige Reinigung der einzelnen Dinge (Näpfe, Trinkflaschen, Käfig) achten. Falls Spülmittel benutzt wird, die Gegenstände unbedingt mit klarem Wasser abspülen.


