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(c) Vier Pfoten

Die polnische Regierung will bei der nächsten Sitzung der EU-Agrarminister eine Verschiebung der Frist des Legebatterienverbots beantragen. Nach der aktuellen Rechtslage darf es bis 2012 in keinem EU-Land mehr konventionelle Käfigbatterien geben. Polen will eine Verlängerung dieser Frist bis 2017. Johanna Stadler, Geschäftsführerin von Vier Pfoten ist entsetzt: „Die einzelnen Länder haben bereits seit bis zu zwölf Jahren Zeit, auf Boden- oder Freilandhaltung umzustellen – das Verbot kommt also auch für Polen nicht überraschend. Polen sieht wohl bessere Exportchancen: Wenn die Eier in anderen Ländern teurer werden, könnte Polen seine Käfigeier wunderbar exportieren. Das ist billige und unethische Geldgier auf dem Rücken der gequälten Tiere.“

Stadler betont: „Nun heißt es, sämtliche verantwortlichen EU-Agrarminister zu bitten, bei der kommenden Konferenz stark zu bleiben – im Namen der Legehennen." Eine Verschiebung der Frist würde auch einigen polnischen Bauern selbst schaden, und zwar denen, die bereits in eine Umstellung auf Boden- oder Freilandhaltung investiert haben.

Die EU-Regelung besagt übrigens lediglich, dass konventionelle Käfige verboten werden, so genannte ausgestaltete sollen weiterhin erlaubt sein - somit bleibt das Tierleid in einer anderen Form weiterhin bestehen. Johanna Stadler erklärt: "Die Produzenten sollen nicht für teures Geld auf eine andere Käfigform umrüsten, wenn sie gleich auf Boden- oder Freilandhaltung umsteigen können." Vier Pfoten fordert eine kategorische Ablehnung des polnischen Antrags auf Fristverlängerung. Das Argument, die Frist sei für die Eier-Produzenten nicht mehr einhaltbar, ist inakzeptabel: Viele Länder – unter ihnen auch Österreich – haben den Umstieg bereits geschafft.

www.vier-pfoten.de

Von: Vier Pfoten

22.02.10 09:47

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